GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Mon, 13 Jul 2020 16:06:44 +0200 Mon, 13 Jul 2020 16:06:44 +0200 TYPO3 EXT:news news-601 Thu, 11 Jun 2020 15:26:54 +0200 Sommerfest des Kreisverbandes Hanau https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/601-sommerfest-des-kreisverbandes-hanau/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5859cde80c2c189fbc7a7ae225b24fa3 Absage Corona macht es nötig Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Freunde unseres GEW Sommerfestes!

„Corona macht es nötig“ sollten wir wohl über die nun folgenden Zeilen schreiben:

Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht, in der letzten Kreisvorstandssitzung aber dann entschieden, dass wir das diesjährige Sommerfest des Kreisverband Hanau ausfallen lassen.

Unter den geforderten Hygiene- und Abstandsregelungen ein Sommerfest stattfinden zu lassen, erschien uns allen als wenig sinnvoll, zumal sich unsere Sommerfeste bisher immer durch Gemütlichkeit, leckeres Essen und entspannte Musik ausgezeichnet haben, das lässt sich in diesem Jahr einfach schwer umsetzen.

Deshalb hoffen wir auf euer Verständnis – wir tragen als Kreisverband auch die Verantwortung für unsere vielen ehemaligen Aktiven, die häufig einer Risikogruppe angehören.

Wir freuen uns auf ein Sommerfest im Jahr 2021 zu hoffentlich normalen Bedingungen!

Bleibt alle gesund!

 

Für den Kreisvorstand

Anja Saling und Jörg Engels

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KV Hanau aktuell Aktuelles
news-600 Wed, 29 Apr 2020 17:37:00 +0200 Herausforderungen der Schulöffnung https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/600-herausforderungen-der-schuloeffnung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b395945da2db8cb70a59b6836be88613 Stellungnahme der GEW Kreisverbände und des VBE Pressemitteilung des MKK zur Schulöffnung löst Empörung aus Die großspurigen Erklärungen des MKK, alles für einen reibungslosen Schulbeginn getan zu haben, löst bei den in Schule arbeitenden Kolleginnen und Kollegen Empörung aus! Wir alle wollen, dass Schule wieder stattfinden kann, aber vieles ist vor Ort noch völlig ungeklärt.

Zur Stellungnahme.

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KV Schlüchtern aktuell KV Hanau aktuell KV Gelnhausen aktuell Gesundheits_Arbeitsschutz Bildungspolitik Aktuelles
news-598 Tue, 28 Apr 2020 18:46:00 +0200 Notdienste an Wochenenden, Feiertagen und in den Osterferien https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/598-notdienste-an-wochenenden-feiertagen-und-in-den-osterferien/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f2ed0b5b032a84b18537c5875904fe91 GEW fordert angemessene Bedingungen und uneingeschränkte Freiwilligkeit In einer Pressekonferenz hat Kultusminister Lorz am Freitag, dem 27.3.2020, ein Angebot zur Erweiterung der Notbetreuung auf Wochenende, Feiertage und die Osterferien angekündigt. Details wurden in einem Schreiben an die Schulleitungen von Samstag, dem 28.3.2020, mitgeteilt. Den Wortlaut findet man hier:

 

https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/erweiterung-der-notbetreuung-auf-wochenenden-und-auf-die-osterferien-0

 

Die erweiterte Notbetreuung kann nur von Eltern in Anspruch genommen werden, die unmittelbar in der Kranken- und Gesundheitsversorgung sowie in den Rettungsdiensten tätig sind und entweder alleinerziehend sind oder wenn auch der andere Elternteil in einem der bisher benannten Schlüsselberufe arbeitet und zeitgleich im Einsatz ist.

Über den konkreten Einsatz der Lehrkräfte für die erweiterte Notbetreuung während der Osterferien sowie an Wochenenden und Feiertagen sollen die Schulleitungen entscheiden.

Das Ministerium weist die Schulleitungen ausdrücklich an, den örtlichen Personalrat über die beabsichtigte Einteilung zu informieren und „ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben“. 

Wörtlich heißt es in dem Erlass: „Vorrangig sollen Freiwillige berücksichtigt werden.“ In der Presseerklärung des Ministers vom 27.3. heißt es, er sei „optimistisch, dass wir eine ausreichende Zahl an Lehrkräften für die zusätzliche Notbetreuung finden werden – gerade auch, weil die anspruchsberechtigten Eltern bisher sehr umsichtig bei der Nutzung der Betreuungsangebote sind“.

Ausdrücklich ausgenommen sind schwangere und stillende Lehrerinnen. Lehrkräfte, die 60 Jahre und älter sind oder in Bezug auf das Corona-Virus ein erhöhtes Risiko durch relevante Vorerkrankungen tragen, „sollen aus Fürsorgegründen in der Regel nicht vorgesehen werden“. Für die GEW gilt wie bei den bisherigen Notbetreuungen, dass dies somit nur auf ausdrücklichen Wunsch der Lehrkraft erfolgen kann.

Die im Rahmen der Notbetreuung in den Osterferien (inkl. der Feiertage) und an Wochenenden geleistete Arbeitszeit soll von den Schulleitungen erfasst und nach den Richtlinien über das Lebensarbeitszeitkonto ausgeglichen werden. Dabei soll „jede geleistete volle Zeitstunde als eine ganze Pflichtstunde gutgeschrieben“ werden.

 

Empfehlungen der GEW

Wir bitten die Schulpersonalräte, ihre Beteiligungsrechte wahrzunehmen und insbesondere auf das Prinzip der Freiwilligkeit zu achten.

Außerdem ist verstärkt darauf zu achten, dass Kolleginnen und Kollegen, die in der bisherigen und genauso in der erweiterten Notbetreuung eingesetzt sind, von allen anderen Aufgaben freigestellt werden.

Wir fordern für die Kolleginnen und Kollegen, die solche Dienste übernehmen, beste Bedingungen, sowohl was Schutz- und Desinfektionsmaterial angeht als auch was die Entlastung und den Ausgleich danach oder während dieser Zeiten angeht.

Dabei müssen wir immer wieder deutlich machen, was die Notbetreuung auch bei maximal vier Kindern für ein Knochenjob ist. Wie soll man gerade in der Grundschule und in Kitas die Abstandsregelungen einhalten? Soll man die Kinder wie beim Abitur an Tische im Abstand von zwei Metern setzen? Dazu kommt immer auch die Angst um die eigene Gesundheit und die der eigenen Familie.

In dem Schreiben des Ministeriums gibt es keine Aussagen zum Einsatz von Kolleginnen und Kollegen, an deren Schulen keine Notbetreuung angeboten werden muss (Sekundarstufe I und II ab Klasse 7). Wir möchten von uns aus darauf hinweisen, dass selbstverständlich auch hier freiwillige Meldungen zum Einsatz an anderen Schulen möglich sind, für die dann dieselben Regelungen bezüglich Gutschriften, Entlastungen und Ausgleich gelten müssen.

Insgesamt sollte man zunächst abwarten, welcher Bedarf angemeldet wird. Seit dem 13.3. wurde der Kreis der anspruchsberechtigten Berufsgruppen mehrfach erweitert und auch der Wegfall der Voraussetzung, dass beide Elternteile zu einer systemrelevanten Berufsgruppe gehören müssen, führte nicht zu einer deutlichen Ausweitung der Zahl der Kinder in den Notbetreuungen. Dies zeigt, dass alle Eltern, die es irgendwie anders regeln können, ebenfalls die zusätzlichen Kontakte in der Notbetreuung meiden.

Als Bildungsgewerkschaft müssen wir uns immer auch das Ausmaß der gegenwärtigen Krise und die Betroffenheit anderer Berufsgruppen und der Familien unserer Schülerinnen und Schüler vor Augen halten.

Viele weitere aktuelle Informationen findet Ihr auf den Internetseiten der GEW unter www.gew-hessen.de

 

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GPRLL Fraktionsinfos KV Schlüchtern aktuell KV Hanau aktuell KV Gelnhausen aktuell Aktuelles
news-597 Sat, 25 Apr 2020 09:50:00 +0200 Notdienste an Schulen ab dem morgigen Montag https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/597-notdienste-an-schulen-ab-dem-morgigen-montag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6e5c21c612dfc660cc04334196291e8e GEW macht auf Risikogruppen aufmerksam An die Personalräte und GEW-Vertrauensleute der Schulen im Main-Kinzig-Kreis

Notdienste in den Schulen ab Montag

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben keinen Zweifel, dass die Entscheidung, die Schulen bis zu den Osterferien zu schließen, gerechtfertigt bzw. dringend geboten ist. Details zur Umsetzung dieser Entscheidung hat das Kultusministerium am Freitagabend allen Schulleitungen mitgeteilt. Den Brief findet man unter https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/regulaerer-schulbetrieb-wird-bis-zu-den-osterferien-ausgesetzt

Am Montag, dem 16.3., sollen die Schulen "noch einmal geöffnet sein, um Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, notwendige Materialien und persönliche Gegenstände aus der Schule zu holen und sich bei Bedarf mit den Lehrkräften auszutauschen".

Außerdem soll in Dienstbesprechungen mit den Lehrkräften der angeordnete Notdienst besprochen werden. Dieser Notdienst soll ausschließlich die Betreuung der Kinder sicherstellen, bei denen beide Elternteile bzw. ein Elternteil bei Alleinerziehenden einer eng begrenzten Gruppe von Beschäftigten angehören, insbesondere in medizinischen und pflegerischen Berufen.

Wir gehen davon aus, dass auch die Personalräte in die Organisation dieser Notdienste eingebunden werden und hier alle sozialen Belange berücksichtigt werden. Schematische Präsenzpflichten  würden dem Sinn der Maßnahme widersprechen und erneut zu größeren Versammlungen von Menschen führen. Die Verpflichtung der Lehrkräfte, dazu beizutragen, dass "das Lernen der Schülerinnen und Schüler möglichst fortgesetzt" wird, ist nicht an eine Präsenz in der Schule gebunden, in der sich dann keine Schüler mehr aufhalten.

Anwesenheitspflicht für Angehörige von Risikogruppen

Eine besondere Fürsorgepflicht besteht für die sogenannten Risikogruppen. Das HKM hat in seinem Brief mitgeteilt, die Schulleitung könne "in eigener Verantwortung entscheiden, in welchem Umfang Lehrkräfte – insbesondere ab einem Alter von 60 Jahren sowie Beschäftigte, bei denen eine Grunderkrankung vorliegt, oder solche mit unterdrücktem Immunsystem – mit der Wahrnehmung von außerunterrichtlichen Aufgaben zu Hause betraut werden."

Wir halten diese Formulierung bezüglich einer Ermessensentscheidung der Schulleitung für problematisch und verweisen deshalb auf die sehr viele klarere Formulierung in der Pressemitteilung der Staatskanzlei ebenfalls vom 13.3., die für alle Landesbeschäftigten gilt und so sinngemäß auch von Innenminister Beuth in der Pressekonferenz am selben Tag vorgetragen wurde:

Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei vom 13.3.2020:

Risikogruppen unter Landesbeschäftigten können ab sofort von zu Hause aus arbeiten

Für Beschäftigte des Landes hat die Hessische Landesregierung beschlossen, dass Personen über 60 Jahren sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen fortan, sofern es ihre Tätigkeit erlaubt, von zu Hause aus arbeiten können. Das Robert-Koch-Institut sieht bezogen auf das neuartige Corona-Virus bei Personen über 60 Jahren ein deutlich gesteigertes Risiko für einen schwereren Erkrankungsverlauf. Ebenso zählen Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere, sowie Krebserkrankungen oder Beschäftigte mit unterdrücktem Immunsystem als Risikogruppe. 

Quelle: https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/wir-muessen-die-ausbreitung-der-infektionen-verlangsamen

Sollte es in den Schulen zu Schwierigkeiten kommen, sollte auf diese übergeordnete Regelung verwiesen werden.

Auch der Gesamtpersonalrat wird diese und andere Fragen im engen Kontakt mit dem Hauptpersonalrat aufgreifen.

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen Kraft und Gesundheit in diesen herausfordernden Tagen.

 

Mit freundlichem Gruß

für den GEW-Kreisverband Gelnhausen

Herbert Graf

Mitglied im Vorsitzenden-Team

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news-599 Sat, 04 Apr 2020 16:55:49 +0200 Auf dem rechten Auge blind? https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/599-auf-dem-rechten-auge-blind/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9ad86b6ffdeccda22043b0d07fa13147 Terrortat in Hanau nicht rassistisch und rechtsextrem? BKA rudert zurück GEW Hanau erleichtert Medien haben am letzten Märzwochenende berichtet, dass das Bundeskriminalamt die Terrortat in Hanau, bei der am 19. Februar in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen wurden, lediglich als Tat eines Psychopathen ohne rechtsextremen und rassistischen Hintergrund einstufen wollte.

Die GEW Hanau war entsetzt und setzt sich im folgenden Artikel damit auseinander. Zum Artikel

 

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KV Hanau aktuell Aktuelles
news-596 Wed, 11 Mar 2020 10:36:59 +0100 Konsequenz aus der Bluttat von Hanau https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/596-konsequenz-aus-der-bluttat-von-hanau/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6cfb70c6c14c97af8ce6b3bf0157af26 Offener Brief an Bouffier, Al-Wazir und Lorz Björn Höcke aus dem Schuldienst entlassen! Der Kreisverband Hanau der GEW fordert die Entlassung von Björn Höcke aus dem Hessischen Schuldienst.
Wir haben in Deutschland ein Problem: Rassismus. Die grausame Tat von Hanau hat dies wieder überdeutlich gezeigt. Deswegen ist es dringend notwendig, den bedauernden Worten jetzt auch Taten folgen zu lassen.

Zum Offenen Brief

 

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KV Hanau aktuell Aktuelles
news-595 Thu, 05 Mar 2020 10:52:59 +0100 GEW Hanau: Schulbau muss zügig beginnen https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/595-gew-hanau-schulbau-muss-zuegig-beginnen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7a5773752e7fbebbb33efe1d3f09e718 Zwei weiterführende Schulen fehlen in Hanau Hanau steht im Schulbereich vor einer Mammutaufgabe. In der Grundschule und allen Bereichen der Sekundarstufe I muss zügig geplant und gebaut werden, um den schon vorhandenen und schnell wachsenden Engpässen zu begegnen.
Die GEW rät dringend dazu, keine Zeit zu verlieren.

Zur Pressemitteilung

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KV Hanau aktuell Bildungspolitik Aktuelles
news-593 Thu, 27 Feb 2020 13:00:00 +0100 Wir trauern https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/593-wir-trauern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c591aad6adbf7f7fb098974168058ade Wir müssen zusammenstehen Schluss mit Lippenbekenntnissen Wir trauern um Ferhat, Gökhan, Hamza, Said Nessar, Mercedes, Sedat, Kaloyan, Fatih und Vili.
Wir nennen ihre Namen, weil wir uns an die Opfer erinnern wollen und nicht an die Täter. Sie wurden Opfer einer feigen rassistischen Bluttat.
Viele zehntausende Menschen haben in Hanau und vielen anderen Städten gezeigt: Wir wollen zusammenstehen, damit das friedliche und bunte Zusammenleben erhalten bleibt, das wir alle genießen.
Es darf nicht sein, dass Bürgerinnen und Bürger Angst haben müssen. Alle Menschen müssen in unserer Stadt und in unserem Land unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung frei von Angst sicher leben können.
Es darf nicht sein, dass nach der rassistischen Bluttat nach ein paar Lippenbekenntnissen zum "business as usual" übergegangen wird.
Deswegen fordert die GEW-Hanau auch von Ministerpräsident Bouffier:
Schluss mit Lippenbekenntnissen! Den Worten müssen Taten folgen!

Zum Text

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KV Hanau aktuell Aktuelles
news-594 Wed, 26 Feb 2020 20:08:00 +0100 „Demokratie zunehmend ausgehöhlt“ https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/594-demokratie-zunehmend-ausgehoehlt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2af23adab5b9cf9687d376b0bd005ee5 GEW Gelnhausen lud zu politischem Aschermittwoch ein Vortrag von Professor Mausfeld mit anschließender Diskussion In der Aula des Grimmelshausen-Gymnasiums waren am Aschermittwoch über 120 Menschen zusammengekommen, um sich gemeinsam Gedanken über den Zustand unserer Demokratie zu machen, angeregt durch einen Vortrag von Professor Mausfeld, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität Kiel.

Zunächst begrüßte das Vorsitzenden-Team der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) Gelnhausen, Heike Rickert-Fischer, Mario Wagner und Herbert Graf, die Anwesenden. In der Begrüßungsrede nahm Herbert Graf Bezug auf die schrecklichen Ereignisse von Hanau und forderte zu einer Schweigeminute für die Opfer und deren Angehörige und Freunde auf.

Anschließend begann Professor Mausfeld seinen Vortrag, der tief in Struktur und Geschichte der Demokratie eintauchte und interessante und überraschende Erkenntnisse aus der Psychologie und der Anthropologie bot. Er verwies hier vor allem auf die Erkenntnis, dass Menschen von Natur aus den gesellschaftlichen Status quo als gut, gerecht, legitim ansähen und diesen allen Alternativen vorzögen.

Der Vortragende konstatierte, Demokratie sollte Schutz gegen Gewaltherrschaft bieten. Sie sei aber heute ausgehöhlt, deshalb kehre die Gewaltherrschaft zurück, national und global. Mächtige hätten nie ein Interesse an Demokratie gehabt, weil sie ihre Macht einschränkt.

„Das Phänomen ist, dass das Volk weiß, wo die Missstände liegen, aber keine Schlussfolgerungen daraus zieht. Es werden mit großer Mehrheit die Parteien gewählt, die für die derzeitigen Zustände verantwortlich sind. Das Wissen wird also nicht in politisches Handeln umgesetzt“, meinte Professor Mausfeld.

Im zweiten Teil seines Vortrages begab sich der Referent auf die Suche nach den Gründen für die politische Apathie der Bevölkerung. Einen Grund machte er darin aus, dass Mächtige mehr über uns wissen als wir selbst. Dabei sei Macht unsichtbar geworden; Menschen wollen aber konkrete Ziele zur Adressierung haben und dies machten sich die Herrschenden zunutze: es würden „Ablenkziele“ formuliert, z.B. bei der Bankenkrise die „Gier der Banker“. „Es läuft eine massive Manipulation der Bevölkerung über die Massenmedien, die dazu führt, dass die oben erwähnte Status quo-Neigung bestärkt wird“, führte Professor Mausfeld aus. „Wir lieben unsere Knechtschaft.“

In der anschließenden intensiven und vielfältigen Diskussion wurde eine Reihe von Fragen angesprochen. Auf die Frage danach, warum wir die Manipulation nicht bemerken, meinte Mausfeld, die Indoktrination sei in die Strukturen eingearbeitet worden. Wer nicht das „richtige“ Denken zeige, werde durch die Auslesemechanismen „aussortiert“. „Karrierefilter“ sorgten dafür, dass z.B. nur diejenigen Journalisten in wichtige Positionen gelangen, die systemkonform berichten.

Eine wichtige Frage, die viele im Publikum beschäftigte, war die nach Veränderungsperspektiven, aber da konnte Professor Mausfeld nur wenig Hoffnung machen. Sobald z.B. kritische NGOs entstehen, werde versucht sie zu unterwandern. Der Referent plädierte Nüchternheit in der Analyse und gegen jeglichen „Sedierungsoptimismus“: Es müsse eine Evaluation der letzten 30 Jahre erfolgen, in denen jegliche Strategien gegen den Siegeszug des Neoliberalismus gescheitert seien. Das Einzige, was er als Handlungsoption benennen könne, sei es, sich zu solidarisieren, in Gemeinschaft an Veränderung zu arbeiten. Man könne aber nicht voraussagen, wohin das führt. Es gelte, Fragmentierung aufzuheben, soziale Strukturen aufzubauen.

Nach fast drei Stunden intensiver Denk- und Diskussionsarbeit ging man auseinander, mit viel Stoff zum Nachdenken und zur Weiterdiskussion.

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KV Gelnhausen aktuell Aktuelles
news-592 Wed, 12 Feb 2020 09:45:04 +0100 Personalratswahlen 2020 - Info 3 https://www.gew-main-kinzig.de/home/details/592-personalratswahlen-2020-info-3/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fb3b1f5efac10cf51aede01c1a4b6e80 Es wird Zeit: - Kandidatur überlegen! - Wahlvorschlag erstellen! Die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen endet 18 Tage nach dem Aushang des Wahlaus-schreibens, das bis zum 28. Februar 2020 vom Wahlvorstand erstellt werden muss. Der 17. März 2020 ist also der letzte Termin für die Abgabe von Wahlvorschlägen beim Wahlvorstand.

Wahlinfo 3

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PR-Wahl 2020 KV Hanau aktuell Aktuelles